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| Transparenter (Informations-)Krieg |

Die EU möchte politische Werbung transparenter machen.

Scheinbar ist nun auch auf EU Ebene angekommen, dass der Einsatz von personalisierter Wahlwerbung eine der größten Gefahren für die Demokratie darstellt.

Nicht zu unrecht klassifiziert Großbritannien derartige Systeme als „weapon grade“ und unterwirft sie Exportbeschränkungen.

The methodology was considered a weapon, weapons-grade communications tactics, which means that we had to tell the British government if it was going to be deployed in another country outside the United Kingdom.

Wer versucht mit Waffen eine Wahl zu gewinnen, der wird gemeinhin als Undemokrat bezeichnet.

Werbung hat immer das Ziel, das Verhalten der Zielpersonen zu verändern. Es ist Verhaltensmanipulation. Mit modernster Technik lässt sich herausfinden, was man zu wem sagen muss um zu Überzeugen. Die Menschen werden in ihrer persönlichen Realitätsblase abgeholt, jedoch findet Politik in der Realität aller Bürger statt und das macht es brandgefährlich. So stellte sich zum Beispiel im letzten Wahlkampf die FDP gegenüber Sympathisanten der Grünen als Umweltschutzpartei dar, gegenüber deren Stammwählerschaft als „Anti Verbots partei“. Selbstverständlich nicht nur die FDP, nein.

„Alle Parteien, die im Bundestag vertreten sind, nutzten im Bundestagswahlkampf 2021 auf Facebook sogenanntes Microtargeting – das gezielte Ausspielen von personalisierter Werbung an kleine Personengruppen.“

Nach Ansicht von Max Schrems war dies illegal.

Wir begrüßen, dass es Schritte in die richtige Richtung geben soll, sind jedoch noch nicht ganz überzeugt davon, ob diese Anstrengungen wirklich Früchte tragen werden. Wenn schon transparente Wahlwerbung, dann bitte so transparent, dass man sie nicht mehr sieht.

Desweiteren empfehlen wir generell ein Verbot sämtlicher personalisierter Werbung.

CYB